Die Postkarte gegen Einsamkeit ist eine Initiative, welche gezielt Menschen anspricht, die sich einsam fühlen. Angesprochen werden sollen einerseits Menschen, welche ihre Einsamkeit bewusst zeigen, als auch Menschen, bei denen das Gegenüber Einsamkeit vermutet. Die Postkarte gegen Einsamkeit bietet diesen Menschen die Möglichkeit, mit sozialpädagogischen Fachkräften in Kontakt zu treten, um gemeinsam nach Unterstützung und Veränderungsmöglichkeiten zu suchen. Ziel ist es, die Betroffenen mit passenden Ansprechpartnern zu verbinden und sie auf ihrem Weg dorthin zu begleiten.
Ablauf des Projekts
Multiplikatoren – darunter Fachkräfte in medizinischen Einrichtungen, Mitglieder des Freitaler Unterstützernetzwerks, Beratende sozialer Anlaufstellen und andere Fachkräfte sowie ehrenamtlich Helfende – überreichen die Postkarte an Personen, die möglicherweise einsam sind oder Unterstützung benötigen. Diese Menschen haben die Möglichkeit, die Karte mit nach Hause zu nehmen, sich darüber auszutauschen und sie bei Bedarf an das „Regenbogen“ Mehrgenerationenhaus kostenfrei zurückzuschicken. Dafür tragen sie ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse auf einem vorgedruckten Feld der Postkarte ein und senden die Postkarte, die mit dem Vermerk „Empfänger bezahlt Porto“ versehen ist, per Deutsche Post zurück.
Weiterbearbeitung und Unterstützung
Nach Eingang im „Regenbogen“ Mehrgenerationenhaus übernimmt eine Fachkraft die Kontaktaufnahme zu den Absendern der Postkarte und vereinbaren einen persönlichen Gesprächstermin. Treffpunkt und die Inhalte der Gespräche werden individuell nach den Bedürfnissen der hilfesuchenden Personen gestaltet. Ziel ist eine professionelle und gezielte Unterstützung sowie die Vermittlung an passende Fachkräfte oder Treffmöglichkeiten (Lotsenberatung). Sobald diese Begleitung gewährleistet ist, zieht sich die Fachkraft des Mehrgenerationenhauses aus dem Unterstützungsprozess zurück.